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Publikationen

Buch

"Durchs Paradies der grünen Hölle"
Überleben im amazonischen Urwaldwald

Ilka Sohr, Torsten Roder und Jens Eumann
Chemnitzer Verlag

"Nur wer es riskiert, zu weit zu gehen, kann möglicherweise herausfinden
wie weit man gehen kann." (T.S. Elliot)

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Die letzten weißen Flecken der Erdkarte sind grün. Zu Fuß über Hunderte Kilometer durch unbewohnte amazonische Wildnis, die Kamera im Anschlag, die Machete in der Hand. Manche nennen das Expedition. Für Ilka Sohr und Torsten Roder ist es Urlaub. Ihr Beruf: Survivaltrainer, ihre Berufung: Umweltschutz.

Den Weg kreuzende Jaguare, nachts ins Camp krabbelnde Kaimane, auf Tuchfühlung mit textilhungrigen Blattschneider-Ameisen und anschmiegsamen, aber giftigen Korallenschlangen. "Pass bloß auf, die verarschen Dich!" Das sagte berufsbedingte Skepsis dem Journalisten Jens Eumann, als er das Globetrotterpaar zum ersten Mal traf. Doch Sohr und Roder dokumentierten ihre Reisen mit Fotos - und traten schließlich den letzten Beweis an: Komm einfach mit! Ziel der Reise: Das kaum erforschte Quellgebiet des Rio Madidi im unbesiedelten Teil des gleichnamigen Nationalparks, eine der an Tier- und Pflanzenarten reichsten Region der Erde. Und ein Gebiet, in dem in den letzten 20 Jahren Expeditionsreisende schon mehrfach spurlos verschwanden.

Zu Fuß zu den Madidi-Quellen, zurück mit einem selbst gebauten Floß über die Stromschnellen des durch dampfenden Urwald mäandernden Flusses. Doch Piranhas, Kaimane, Anakondas, Stachelrochen, Schweißbienen, keiner schlug den Hunger des Madidi, der sich binnen Stunden vom friedlichen Strom zum reißenden Monster wandeln kann, das alles zu verschlingen droht. Übertroffen wird seine Gewalt nur von einem Säugetier. Und es ist diese Erkenntnis, die Ilka Sohr und Torsten Roder zu Umweltaktivisten gemacht hat: Das größte Raubtier bleibt der Mensch!

Inhalt

Prolog: Brokkoli mit Milchkaffee

  1. Krokodile kommen nie aus dem Wasser
  2. In der Schusslinie
  3. Der Unterschied zwischen ganz nah und zu nah
  4. Trockentraining im kalten Wasser
  5. Dino-Legenden und Monster-Affen
  6. Flüche und Gebete
  7. Auf der Straße des Todes
  8. Weder Führer noch Karten
  9. Wenn man vom Teufel spricht
  10. Zurück zu den Wurzeln
  11. Ein Opfer für Pachamama
  12. Nächtlicher Raubüberfall
  13. Konkurrenz für Martin Pescador
  14. Zweifel und Adrenalin
  15. Tiefflieger mit und ohne Stachel
  16. Potenzmittel und Jaguartatzen
  17. Akupunktur in der Badewanne
  18. Zwei Jäger am Haken
  19. Ein Kompass für zwei Krokodile
  20. Das Fegefeuer der grünen Hölle
  21. Ein balzender Nachbar
  22. Mas aventura, James Bond!
  23. Der Mahlzahn des Teufels
  24. Rote Bananen und rote Füße
  25. Ein Engel mit flammenden Fingern
  26. Revolverhelden und bärige Affen
  27. Kannibalen und echte Monster
  28. Torstens Relativitätstheorien und versoffene Philosophen
  29. Mit Madonna im Drei-Sterne-Hotel
  30. Ein Frühstücks-Ei für ein Dach
  31. Ein Stich und ein tödlicher Kriegstanz

Epilog: Grüße von Galapagos

Weiterführende Literatur

Die Autoren

Ilka Sohr, Jahrgang 1970, ist diplomierte Sporttherapeutin und Erlebnispädagogin. Bis 1990 ist Leistungssport ihr zentraler Lebensinhalt. Mit den neuen Reisemöglichkeiten packt sie das Fernweh. Auf eigene Faust reist sie durch Nepal, China, Tibet, Indien und die Türkei. Mit Lateinamerika entdeckt sie ihre wahre Liebe. Bevorzugte Ziele: Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Mexiko, Guatemala. Seit 1999 ist sie mit Torsten nicht nur ein Outdoortrainer-Team, sondern ein Paar. Reisen dokumentieren sie bei Diavorträgen, gewinnen Wettbewerbe und sind inzwischen bei großen Diafestivals präsent. (Mundologia, Bergsichten u.a.)

Torsten Roder, Jahrgang 1971, zwei Kinder, ist ausgebildeter Zootechniker. Ohne Wissen der Eltern bereist er schon vor der Wende Tschechien, Ungarn und Slowakei. Nach der Wende schließen sich Survivalmärsche in Europa an. 1997 macht er als Survivaltrainer sein Hobby zum Beruf, führt Trekkingtouren durch Finnland, Argentinien und Chile. Oberste Devise der Urlaubsreisen mit Ilka: Abseits der Touristenpfade bleiben! 2005 gründen beide den Verein Projekt Regenzeit, halten über 250 Vorträge vor Jugendgruppen in Deutschland. In Bolivien finanzieren sie Hilfsprojekte. Derzeit bauen sie eine Station zur Auswilderung in Gefangenschaft geratener Urwaldtiere auf.

Jens Eumann, Jahrgang 1966, zwei Kinder, ist Redakteur der "Freien Presse" und war, bis er Ilka und Torsten traf, eher Bücherwurm als Waldläufer. Obwohl sein Hinterteil seit dem Ruder- und Rugbytraining beim Geschichtsstudium in Cambridge die meisten Berührungspunkte mit einem Bürosessel vorm Computer gesammelt hat, lässt er sich 2005 aufs Dschungelabenteuer ein, das seinem Selbstverständnis als Reporter entgegenkommt. Seither haben Fernweh und Urwaldlust auch ihn gepackt. Buchveröffentlichung: Sammlung Chemnitzer Kriminalfälle des 20. Jahrhunderts.

Rezensionen

(Buchportal Büchereule.de)

Der Autor nimmt seine Leser mit auf eine abenteuerliche Reise zu den letzten weißen Flecken auf der Weltkarte. Zu Fuß hat er sich mit zwei Survivaltrainern durch die unbewohnte amazonische Wildnis geschlagen und festgehalten, was ihm dabei begegnet ist. Es geht zu den Madidiquellen, mit dem Floß über den Amazonas und in ein Gebiet, in dem man den sich der Zivilisation verschließenden Stamm der Toromona vermutet. Ein Land, in dem in den vergangenen zwanzig Jahren mehrere Expeditionsreisende spurlos verschwunden sind ...

Reisebericht, Abenteuererzählung und Umweltinformation - das Buch enthält von allem etwas. Als gleich zu Anfang der Reisebegleiter in Lebensgefahr gerät, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schließlich ist er der Einzige, der weiß, wo es langgeht, als die Gruppe mitten im Urwald hockt. Die vielen Informationen und Anekdoten zum Leben und Überleben am Amazonas haben mich von Anfang an gefesselt Wer wissen möchte, was Blattschneideameisen alles anrichten können, und welche Gefahren es beim Baden im Amazonas gibt, ist mit diesem Buch gut bedient. Die Fotos sind echte Hingucker und vermitteln das Gefühl, wirklich dabei gewesen zu sein. 10 von 10 Punkten!

(AmerIndian Research 02/09 von Dr. Mario Koch)

Den Lesern von AmerIndian Research sind Ilka Sohr und Torsten Roder bereits durch ihr "Projekt Regenzeit e.V." bekannt. Die beiden haben bereits mehrere, zum Teil sehr abenteuerliche Reisen durch Südamerika unternommen. Dann kamen sie mit dem Reporter der "Freien Presse" in Kontakt und irgendwann entstanden dann Pläne für eine gemeinsame Reise nach Südamerika. Ein Reporter wie Jens Eumann lässt sich so eine Gelegenheit natürlich nicht entgehen, und so begann 2005 das große Abenteuer: von Berlin ging es per Flugzeug nach La Paz. Und von dort über Rurrenabaque anschließend "ein Stück" durch den Madidinationalpark in Bolivien, ein Gebiet mit 19000 Quadratkilometern Fläche.

Fünf Wochen dauerte die Reise zu dritt, dann musste Jens Eumann wieder zurück - die Arbeit rief. Seine beiden Begleiter blieben noch in Südamerika. Aber der Reporter tat das, was jeder gute Reporter in dieser Situation machen würde: er schrieb einen Bericht über die spannende Reise. Eine Reise durch den Urwald, mit allem was dazu gehört: wilde Flüsse und Begegnungen mit Tieren: Blattschneideameisen, Spinnen, Mosquitos, Anakondas und Tapire sind nur einige Beispiele.

Sonnenschein und Regen begleiteten die Abenteurer ebenso wie diverse Insektenstiche - verbunden mit zum teil heftigen Schmerzen.

Der Bericht ist eine wunderbare Lektüre für alle, die es gern tun würden, dann aber aus den verschiedensten Gründen doch zu Hause bleiben. Wenn man liest, dass Jens Eumann sein Gepäck, das er für die Reise sorgfältig zusammengesucht hatte, erst ein paar Tage nach seiner Rückkehr bekam, hat man auch einen Grund zum Nein - Sagen. Das Gepäck war übrigens, statt nach La Paz zufliegen, mal eben auf Galapagos - Inseln gelandet. Vielleicht ein Fingerzeig für eine der nächsten Reisen…

Das Buch ist auf keinen Fall ein Reiseführer, eher ein Reiseverführer. Denn beim Lesen bekommt man schnell Lust, auch mal ein paar Wochen diese Strapazen auf sich zu nehmen. Wichtig erscheint mir, dass der Leser vor allem die Schönheit und Unberührtheit der Natur kennen lernt und dass er versteht, dass diese Natur geschützt werden muss. Denn das ist ja ein Anliegen des Vereins " Regenzeit e.V." - und das vorliegende Buch leistet seinen Beitrag zur Verbreitung dieser Ideen. Es war auf jeden Fall eine sehr gute Idee, einen Reporter mit in den Urwald zu nehmen.